Finanzielle Bildung – Geld anlegen und Vermögen aufbauen
In meiner Blogserie «Finance Unplugged» behandle ich verschiedene Finanzthemen. Wie immer, leicht, leserlich, verständlich. Dieser Beitrag befasst sich mit dem Thema Finanzielle Bildung, weshalb sie so wichtig ist und wie man Geld anlegen und Vermögen aufbauen kann. Lerne, wie du mit finanzieller Bildung clever investierst, Geld sparst und dir finanzielle Flexibilität aufbaust – starte noch heute.
Finanzielle Bildung ist wichtig: So baust du Wissen und Vermögen auf
Finanzielle Bildung ist heute wichtiger denn je. Steigende Lebenshaltungskosten, unsichere Renten und komplexe Finanzmärkte machen es notwendig, sich aktiv mit Geld, Sparen und Investieren zu beschäftigen. Insbesondere schon in jungen Jahren. In diesem Blogbeitrag erfährst du, warum finanzielle Bildung so entscheidend ist, welche Grundlagen du kennen solltest und wie du Schritt für Schritt Vermögen aufbauen kannst.
Warum finanzielle Bildung so wichtig ist
Finanzielle Freiheit als Ziel – Geld regiert die Welt, Hand auf, wer diesen Spruch noch nie gehört hat. Wer die Spielregeln kennt und wer sich mit dem Thema Geld bewusst auch auseinandersetzt, verschafft sich entscheidende Vorteile. Finanzielle Bildung bedeutet, die Grundlagen von Geld, Zinsen, Inflation und Investitionen zu verstehen, um finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit zu erreichen. Mir persönlich gefällt die Bezeichnung «finanzielle Freiheit» zwar nicht. Denn in meinen Augen ist finanzielle Freiheit eine Frage der Perspektive. Ab welchem Vermögen gilt man oder ist man finanziell frei? Wenn ich regelmässig meine Miete und meine Steuern bezahlen kann, das kann für mich schon finanzielle Freiheit bedeuten. Ich spreche lieber von finanzieller Flexibilität. Ich habe das Ziel Vermögen aufzubauen, damit ich heute oder in ein paar Jahren, meine finanzielle Freiheit flexibler gestalten kann.

Herausforderungen unserer Zeit – «we are living in very challenging times» will heissen, wir leben in sehr herausfordernden Zeiten. Wir erleben aktuell eine Welt, die von einer Reihe von Geopolitischen Krisen und Umwälzungen geprägt ist, die Unsicherheit und ein Gefühl der Ohnmacht hervorrufen können. Die weltweite Wirtschaftslage trübt sich weiter ein und niemand weiss, wie sicher es um den eigenen Arbeitsplatz steht. Die Inflation entwertet immer wieder unsere Ersparnisse. Steigende Lebenshaltungskosten belasten das Haushaltsbudget und unsichere Renten zwingen zur privaten Vorsorge. Wer sich nur auf Staat oder Arbeitgeber verlässt, riskiert im Alter finanzielle Engpässe. Finanzielle Bildung bedeutet deshalb nicht nur Wissen – finanzielle Bildung ist ein Schutzschild und eine, wie ich finde, äusserst wichtige Investition in deine Zukunft.
Was bedeutet eigentlich finanzielle Bildung?
Finanzielle Bildung umfasst im Allgemeinen das Wissen, die Fähigkeiten und die Einstellungen, die dich und mich befähigen, eigenverantwortliche und fundierte finanzielle Entscheidungen zu treffen, wie etwa beim Sparen, Investieren, Schuldenmanagement und Altersvorsorge. Sie hilft, den Umgang mit Geld zu verbessern, das eigene Vermögen aufzubauen, Risiken zu minimieren und sich vor Überschuldung zu schützen. Sie hilft auch, die eigene finanzielle Kompetenz zu steigern, also die Fähigkeit, dieses Finanzwissen in der Praxis anzuwenden, etwa durch das Budgetieren von Einnahmen und Ausgaben oder das gezielte investieren von Ersparnissen. Es geht nicht darum, ein Finanzprofi zu sein oder zu werden. Vielmehr lernst du, wie du Geld verdienst, verwaltest und vermehrst – genau das ist die Basis, um Vermögen aufzubauen und Risiken zu minimieren.
Geld verdienen, also Einkommen erzielen, ist dabei das eine. Das Geld dann zu vermehren, also zu investieren damit es sich vermehrt, ist das andere. Nur wer beide Seiten beherrscht, kann echte finanzielle Sicherheit erreichen oder eben seine finanzielle Flexibilität in der Zukunft steigern.
Die Folgen von fehlender finanzieller Bildung
Abhängigkeit von Staat und Arbeitgeber – wer sich nur auf die gesetzliche Rente verlässt, muss im Alter mit sinkendem Lebensstandard rechnen. Die demographische Entwicklung führt dazu, dass weniger Beitragszahler (also Arbeitnehmer) mehr Rentner finanzieren müssen. Denn die Geburtenrate sinkt überall in Europa, gerade in der Schweiz. Die Lebens-erwartung aber steigt. Aufgrund dieser Bevölkerungsalterung wächst die Zahl der Pensionierten (65 Jahre und älter) schneller als die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter (21–64 Jahre). Das Zahlenverhältnis zwischen Beitragszahlenden und Leistungsbeziehenden ist daher sehr wichtig, denn die Einnahmen und Ausgaben müssen im Gleichgewicht sein. Durch die längere Lebenserwartung müssen Renten somit länger ausbezahlt werden. Dieses Zahlenverhältnis gerät somit immer mehr unter druck.
Teure Fehlentscheidungen – viele leisten sich teure Klamotten, ein teures Auto und eine grosse Wohnung und leben oft über ihren finanziellen Verhältnissen. Es werden teure Kon-sumkredite aufgenommen, die man aber schlichtweg gar nicht bezahlen kann. Es ist leicht sich zu überschulden. Noch schwieriger wird es dann, aus der Schuldenspirale wieder raus zu finden. Deshalb ist es sehr wichtig, den eigenen Konsum zu hinterfragen, insbesondere schon in jungen Jahren. Auch sollte man sich mit Themen wie Versicherungen und der Krankenkasse auseinandersetzen, denn das Sparpotential ist gerade bei Versicherungen sehr gross.

Verpasste Chancen – Unwissen schützt vor Strafe nicht…heisst es doch so schön. Das mit dem Unwissen gilt auch für das Thema Investieren. Denn ohne Kenntnisse darüber, wie man in Anlagen wie z.B. Aktien oder ETFs investieren kann, bleiben lukrative Möglichkeiten ungenutzt. Ersparnisse bleiben auf dem Konto liegen, ohne sich zu vermehren. Fehlendes Wissen kostet also nicht nur Geld, sondern auch finanzielle Flexibilität.
Erster Grundpfeiler der finanziellen Bildung
Haushaltsplanung & Budgetierung – als erstes musst du ganz genau wissen, wie deine finanzielle Situation aussieht. Eine Budgetplanung kann dabei sehr hilfreich sein. Dafür kannst du ein Haushaltsbuch nutzen, wo du sämtliche Ein- und Ausgaben notierst. Heute gibt es aber auch ganz gute Finanz-Apps wie z.B. Money-Stats. Mit dieser App kannst du dann deine Ein- und Ausgaben tracken. Ich nutze die App regelmässig und sie hilft mir sehr, meine Ausgaben im Auge zu behalten. Ich wusste z.B. lange nicht, wie viel und vor allem wofür ich mein Geld ausgab. Kosten wie Miete, Versicherung oder Krankenkasse, also die Fixkosten, darüber wusste ich gut Bescheid. Aber wie hoch die variablen Kosten wie z.B. Kinobesuch, Klamotten oder Wocheneinkäufe waren, das war mich nicht bewusst. Es sind denn auch die variablen Kosten, die unter Umständen schön ins Geld gehen können, wenn man sie nicht im Auge behält. Bei den Ausgaben gibt es übrigens die folgende Faustregel. Von den Ausgaben sollen 50% die Fixkosten und 30% die Kosten für Konsum und Freizeit ausmachen. Die restlichen 20% sollte man investieren oder in die Altersvorsorge stecken sprich, z.B. das Sparen in die dritte Säule 3a.
Konsequentes Schuldenmanagement – bem Schuldenmanagement geht es um Verbindlichkeiten bzw. darum Kosten und Risiken zu minimieren um die Zahlungsfähigkeit langfristig zu sichern. Grundsätzlich lassen sich schlechte und gute Schulden unterscheiden. Als gute Schulden können z.B. Immobilienkredite gelten. Immobilien können den Vermögensaufbau fördern. Auch wenn es trotz allem immer noch Schulden sind. Gute Schulden können aber auch Kredite für eine Weiterbildung sein. Weiterbildung ist immer gut, schlussendlich investiert man ja in die eigene Zukunft. Eine besser Ausbildung verhilft ggf. zu mehr Einkommen. Schlechte Schulden sind, wie bereits weiter oben erwähnt, Konsumkredite. Ziel ist es, schlechte Schulden konsequent abzubauen und Zinslasten zu vermeiden.
Zweiter Grundpfeiler der finanziellen Bildung
Sparen und Investieren – das reine Sparen auf dem Privatkonto, das reicht heute bei weitem nicht mehr aus. Tiefe Zinsen oder sogar Negativzinsen, werden das Ersparte nicht vermehren. Will man mehr aus seinem Geld machen, kommt man ums Investieren nicht herum. Nur durch Investitionen kannst du dein Vermögen vor Inflation schützen und lässt es langfristig wachsen. Wie man finanzielle Bildung erlangt, um als Anfänger an der Börse starten zu können, darüber findet man im Internet sehr viel Hilfestellung.
Risikomanagement – Sparen und Investieren zum Trotz. Ein Notgroschen von mind 3 Monatsgehältern ist sehr wichtig. Diese Reserve soll dazu dienen, unerwartete Ausgaben wie z.B. einen unerwarteten Jobverlust oder Krankheitsfälle abzudecken. Diese Faustregel kann je nach individueller Lebenssituation angepasst werden; wer z.B. hohe Fixkosten hat, selbstständig ist oder Kinder versorgt, sollte mehr zurücklegen. Bei einem sehr stabilen Einkommen, kann auch weniger ausreichen. Wichtig ist, dass dieser Notgroschen flüssig auf einem leicht zugänglichen Konto, wie z.B. einem Lohnkonto, angelegt wird. So ist es im Notfall schnell verfügbar.

Investieren verstehen und umsetzen
Um Geld anzulegen, bedarf es keiner professionellen Finanzausbildung. Finanzielle Bildung ist aber wichtig. Man muss sich also mit der Materie etwas befassen. Investieren lernen, das erzielt man dann, indem man das Wissen konsequent umsetzt. Wissen was man tut reduziert die Risiken. Geld Anlegen in Anlageklassen wie z.B. Aktien, ETFs, Immobilien oder Rohstoffe, das kann dank Internet heute jeder selber machen. Schon kleine monatliche Beträge können dank Zinseszinseffekt über Jahrzehnte ein grosses Vermögen aufbauen. Erfolgreiches Investieren basiert auf Geduld, Diversifikation und Disziplin. Panikverkäufe oder kurzfristige Spekulationen führen dagegen oft zu Verlusten. Ein langer Anlagehorizont ist das wichtigste. Je früher man mit dem Geld anlegen startet, desto länger kann sich das Geld auch vermehren.

